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Erweiterung der Bodenaushubdeponie Malons – offener Diskussionsprozess geplant

Die Gemeinde Röthis hat in den letzten Tagen in den Vorarlberger Medien über eine mögliche Erweiterung der Bodenaushubdeponie Malons informiert.
Bisher befinden sich in Malons eine in den 1980-er Jahren stillgelegte Hausmülldeponie sowie nördlich anschließend eine Bodenaushubdeponie. Dort wurden in den letzten zwei Jahren ca. 70.000 Kubikmeter nicht verschmutzter Bodenaushub aus regionalen Bauprojekten deponiert. Grundbesitzer ist die Agrargemeinschaft Röthis, an der die Gemeinde zu einem Drittel beteiligt ist.

Der Betreiber, das Feldkircher Bauunternehmen Hilti & Jehle, möchte – gemeinsam mit dem Röthner Baumeister Peter Keckeis – die Deponie nun erweitern: Auf einer Fläche von knapp zehn Hektar könnten dann innerhalb der nächsten 25 Jahre 840.000 Kubikmeter nicht kontaminierter Bodenaushub abgelagert werden. Nach dem Auffüllen der Senke in 12 Abschnitten würden diese jeweils wieder zeitnah rekultiviert und aufgeforstet.

Durch die Beteiligung des Steinbruch- und Bauunternehmens Keckeis könnte ein Teil der Fahrten über den Stollen zwischen dem Röfix Arela und dem Steinbruch Sifeler Berg abgewickelt werden. Dadurch könnte die Anzahl der Leerfahrten, wie sie derzeit stattfinden, verringert werden.

Das Projekt bedeutet einerseits wichtige Einnahmen für Eigentümer und Gemeinde. Andererseits bleibt jedoch das Verkehrsaufkommen im Gemeindegebiet unverändert hoch.

Um das Für und Wider abzuwägen wird die Gemeinde Röthis das Projekt öffentlich zur Diskussion stellen. In den kommenden Wochen wird eine Arbeitsgruppe aus Betroffenen, Eigentümern, den Projektwerbern und Experten über Fakten, Daten und mögliche Rahmenbedingungen diskutieren. Voraussichtlich noch vor dem Sommer wird das Projekt dann allen Bürgerinnen und Bürgern präsentiert und zur Diskussion gestellt. Erst danach soll die Gemeindevertretung über das Projekt entscheiden.

Formal ist diese Entscheidung für die Grundeigentümer und die Projektwerber nicht bindend, aber die Deponiebetreiber wollen das Projekt nicht gegen den Willen der Gemeindevertretung durchsetzen: „Wenn der Beschluss ablehnend ist, werden wir das zur Kenntnis nehmen und respektieren“, erklärt Hilti & Jehle-Geschäftsführer Alexander Stroppa.


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